Verena Landwehr
Dipl. Atemtherapeutin/Atempädagogin SBAM

Atemlehre nach Prof. Ilse Middendorf
         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WAS IST ATEMARBEIT?

Durch die Atemarbeit soll der Atem bewusst wahrgenommen werden und sich dadurch verändern können. Der Mensch soll seinen ursprünglichen, lebendigen Atemrhythmus wiederfinden. Mit der Vertiefung und Verbesserung der natürlichen Atmung gelingt es körperliche und seelische Störungen zu beeinflussen, häufig auch zu beheben. Auf diesem Weg erlangen wir ein tieferes Selbstverständnis, Gelassenheit, Lebensfreude und Vertrauen in die eigene Lebenskraft.

Atem und Bewegungskurs jeden Mittwoch von 19.00 - 20.00

Was ist der "Erfahrbare Atem"?
Dies ist die Antwort von Ilse Middendorf auf die Frage, was den der Erfahrbare Atem sei: Es ist die dritte Möglichkeit zwischen dem unbewussten Atem, welcher lebenstragend ist, und dem willentlich eingesetzten Atem, der aus dem Denken kommt. Für den erfahrbaren Atem bin ich offen, habe keine Vorstellungen und bin unvoreingenommen. Nur so kann ich das Wahrnehmen und die Empfindungsfähigkeit fördern.

Was ist das Ziel der Atemarbeit?
Das Ziel der Atemarbeit ist, sich von seinem Atem bewegen zu lassen. Wenn ich den Atem kommen lassen und auch zulassen kann wird in mir Vertrauen und Sicherheit wachsen können. Der Atem aus der Bewegung – und – die Bewegung aus dem Atem gehen ineinander über, wenn ich mich Sammeln, Empfinden und den zugelassenen Atem von selbst entstehen lassen kann

Aus was besteht der Atem?
Der Atem besteht aus drei Einheiten: dem Einatem, dem Ausatem und der Atempause. Jeder Mensch hat seinen eigenen Atemrhythmus, er äussert sich in jedem Lebewesen neu und in eigener Art. Wenn ich Angst habe, ist mein Atem flach, bei Schmerzen halte ich den Atem an, beim Sport geht mein Atem schnell, usw. Bei psychischer Belastung reagiert mein Atem als erstes und sehr sensibel. Der Atemrhythmus sagt viel aus über das Befinden eines Menschen.

Was bewirkt die Haltung auf die Atmung?
Die Haltung des gesamten Körpers hat einen Einfluss auf meine Atmung. Die Wirbelsäule, die Schultern, das Becken und die Extremitäten sind beteiligt am Atemvorgang. Die Form der Wirbelsäule übt einen bedeutenden Einfluss auf die Lage und die Tätigkeit der Atemmuskeln aus. Sie bildet das Bewegliche, aber feste Gerüst, an dem der Brustkorb aufgehängt und mit dem er durch wichtige Atemmuskeln verbunden ist. Somit werden durch ihre Gestalt die Atembewegungen mitbestimmt. Jede abnorme Verkrümmung behindert die Atembewegungen und beeinträchtigt ihre Wirkung.

Was bewirkt die Atmung auf die Haltung?
Ebenso wie die Haltung der Wirbelsäule einen Einfluss auf die Atmung hat, wirken auch die Atemkräfte formgebend auf die Wirbelsäule und den Brustkorb. Jede Störung der Atmung kann Änderungen an der gesamten Haltung bewirken. Nur eine aufrechte gerade, aber nicht starre, sondern bewegliche Wirbelsäule bietet der Atmung günstige Bedingungen. Die ganze Körperhaltung ist ein Ausdruck der Lebenshaltung. Der Erfahrbare Atem hilft mir, meine Haltung zu erleben. Die in mir innewohnende Atemkraft richtet mich schliesslich immer mehr auf. Bin ich aufgerichtet – bin ich bei mir – kann ich auch im Aussen sein – in der Welt – ich bin im Gleichgewicht.

Wann kann die Atemarbeit eingesetzt werden?
Die Atemarbeit ist für jedermann und jedefrau, jeden Alters. Bei Schwangerschaft und für die Geburtsvorbereitung eignet sie sich sehr gut. Für Kinder wird die Arbeit dem Alter gemäss gestaltet, sowie für geistig behinderte Menschen. Die Atemarbeit wirkt präventiv und hilft bei vielen akuten und chronischen Krankheiten. Auch in Rehabilitationsphasen nach Unfällen oder Operationen zeigt die Atemarbeit ihre unterstützende Wirkung. Die Atemarbeit hilft uns, unseren Körper wieder bewusster wahrnehmen zu können.
Bei schwerwiegenden seelischen und körperlichen Erkrankungen ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt, Psychiater oder Psychotherapeuten angezeigt.

Indikationen
- Atembeschwerden, Krankheiten der Atemorgane
- Haltungsschäden, Rücken-, Gelenkschmerzen
- Herz-, Kreislaufstörungen
- Störungen der Verdauungsorgane
- Allergien
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Menstruations-, Wechseljahrbeschwerden
- Stressbedingte Beschwerden, Erschöpfungszustände, z.B. Burn out
- Seelische Verstimmungen
- Angst- und Panikattacken
- Rehabilitation nach Operationen und Unfällen, z.B. Schleudertrauma
- Stimm- und Sprechstörungen
- Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitung
- Krankheitsvorbeugung
- Selbsterfahrung
- u.v.m.


Kontraindikationen

- akute psychische Erkrankungen
- akute Infektionskrankheiten

Was ist Atemarbeit - Dokument zum Ausdrucken (pdf Dokument)

Literaturliste (pdf Dokument)

       

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